TSG ResearchLab stärkt Athletes in Mind

Das TSG ResearchLab übernimmt die Projektverantwortung für die Initiative Athletes in Mind. Diese begleitet Leistungssportlerinnen und Leistungssportler in Fragen der psychischen Gesundheit durch Information, Beratung und Vermittlung. Ein besonderer Fokus liegt darauf, für Topsportlerinnen und -sportler die Möglichkeit zu schaffen, bei Problemen zeitnah sowie anonym Unterstützung zu erhalten.

 

Im Leistungssport können verschiedene Faktoren den Umgang mit psychischen Herausforderungen erschweren. Stigmatisierung, Leistungsdruck, die öffentliche Aufmerksamkeit und das unzureichende Wissen, wann und wie Unterstützung sinnvoll ist, gehören zu den größten Hürden. Zudem können die Struktur und der zeitliche Umfang des Leistungssports es erschweren, umfassende, kontinuierliche psychiatrische Begleitung wahrzunehmen. Auch kann die Einnahme bestimmter Medikamente im Einzelfall mit den geltenden Doping-Regularien in Konflikt stehen. Damit Athletinnen und Athleten gezielt beim Erhalt, der Stärkung und der Wiederherstellung ihrer psychischen Gesundheit unterstützt werden, schafft Athletes in Mind ein vertrauliches, sportnahes Hilfsangebot. Die Initiative kann nun auf die Unterstützung des TSG ResearchLab zurückgreifen, das Ressourcen, wissenschaftliche Expertise, Beratung in der strategischen Ausrichtung und ein starkes Netzwerk bereitstellt. So können mehr Aktive über das Angebot in Kenntnis gesetzt und die angebotenen Maßnahmen zudem erweitert werden. „Wir haben gewissermaßen die Schirmherrschaft für dieses vorbildliche Angebot übernommen“, sagt Dr. Jan Spielmann, Geschäftsführer des TSG ResearchLab: „Das passt ideal zu unserer gesamten Tätigkeit und unseren Projekten, da einer unserer bedeutendsten Schwerpunkte auf der Psychologie im Leistungssport liegt.“

 

Gegründet wurde Athletes in Mind im Frühjahr 2021 von den ehemaligen Spitzensportlerinnen Dr. Petra Dallmann (Psychiaterin und Psychotherapeutin) und Dr. Brit Wilsdorf (Psychotherapeutin und Sportpsychologin). Sie vereinen ihre eigene Spitzensporterfahrung mit fundierter fachlicher Expertise und stehen Athletinnen und Athleten im Rahmen der Initiative anonym als erste Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. Im Bedarfsfall vermitteln sie und ihr Team Ratsuchende an spezialisierte Fachstellen.

 

„Ich habe mich oft gefragt, wie wir die psychologische Versorgung der Sportlerinnen und Sportler in Deutschland weiter verbessern können. So hat sich langsam die Idee von Athletes in Mind entwickelt“, erklärt die frühere Spitzenschwimmerin Dallmann. „Ich habe mit vielen Menschen gesprochen, die mich bestärkt haben, die Vision umzusetzen. Die beste Mitstreiterin, die ich mir vorstellen konnte, war Brit, die zum Glück auch sofort dabei war“, sagt die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, die als Chefärztin an der Libermenta Klinik Schloss Freudental tätig ist und dort die Abteilung Sportpsychiatrie leitet. Dallmann führt zudem wöchentlich eine Sprechstunde an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg durch und arbeitet einen Tag pro Woche in ihrem Fachgebiet am Olympiastützpunkt Heidelberg.

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