Schlafstörungen

Schlafprobleme sind vielen Menschen bekannt: Schwierigkeiten abends einzuschlafen, nächtliches Erwachen, ein flacher Schlaf, oder man wacht morgens schon weit vor dem Wecker auf. Oft fühlt man sich dann am Morgen oder am ganzen Tag wie gerädert.
Gerade im Zusammenhang mit stressigen oder emotional aufwühlenden Ereignissen, Reisen, andere Umgebung, Jetlag oder bei Leistungssportlern auch im Zusammenhang mit harten Trainingseinheiten treten Schlafprobleme häufig auf.
In Deutschland leiden sechs bis zehn Prozent der Bevölkerung an einer behandlungsbedürftigen Schlafstörung laut der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin.

Wenn diese Schlafprobleme mindestens dreimal pro Woche über einen Zeitraum von länger als einem Monat vorkommen und einen deutlichen Leidensdruck und eine geringere Leistungsfähigkeit zur Folge haben, spricht man von einer Schlafstörung.

Schlafstörungen können dabei als einzelne Störung oder als Symptom verschiedener psychischer oder körperlicher Erkrankungen auftreten. So tritt gestörter Schlaf z.B. häufig bei Menschen mit Depressionen auf. Aber auch bei körperlichen Erkrankungen wie nächtlichen Atemaussetzern oder Hormonstörungen, wie z.B. bei Schilddrüsenproblematiken, sind Schlafstörungen keine Seltenheit. Zudem kann sich die Einnahme von Medikamenten und Genussdrogen (Kaffee, Nikotin, Alkohol) negativ auf den Schlaf auswirken.

Schlafstörungen lassen sich sehr gut mit der kognitiven Verhaltenstherapie behandeln. Diese beinhaltet unter anderem Informationsvermittlung, Schlafhygiene, Entspannungsverfahren aber auch Schlafrestriktion.

Diagnostisch lassen sich Schlafstörungen grob in Dyssomnien und Parasomnien unterteilen. Dyssomnien umfassen Störungen des Schlafes, die sich auf die Dauer, Qualität oder den Zeitpunkt des Schlafes beziehen. Darunter zählen die Insomnie (im Vergleich zur Norm weniger Schlaf), Hypersomnien (im Vergleich zur Norm vermehrtes Schlafbedürfnis oder verlängerte Schlafphasen) und Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus.

Mit dem Begriff Parasomnie werden unerwünschte und unangemessene Handlungen beschrieben, die während des Schlafes ausgeführt werden. Diese Handlungen können aber weder kontrolliert noch erinnert werden. Darunter zählen z.B. das Schlafwandeln, nächtliche Episoden von äußerster Furcht und Panik (Pavor Nocturnus) und Albträume. Parasomnien ziehen im Gegensatz zu Dyssomnien keine Beeinträchtigung der Schlafqualität und Erholsamkeit nach sich. Allerdings können diese für die Betroffenen trotzdem eine sehr große Belastung darstellen.