Psychische Störungen im Leistungssport

Aktuelle Forschungsergebnisse wie die Metaanalyse von Rice et al. (2016)[1] deuten darauf hin, dass psychische Störungen bei Leistungssportlern ähnlich häufig wie bei der Normalbevölkerung vertreten sind und dass es zudem auch geschlechts- und sportartspezifische Besonderheiten gibt. Bei einigen Erkrankungen kann außerdem eine Sportspezifität vorliegen, d.h. dass das Krankheitsbild aufgrund der besonderen Anforderungen im Leistungssport in ihrer Symptomatik eine spezifische Ausprägung zeigt.

Fundierte Informationen können dabei helfen, Symptome einzuordnen und Unterstützungsbedarf frühzeitig zu erkennen. Denn psychische Erkrankungen lassen sich sehr gut behandeln. Im Folgenden haben wir Euch daher Beschreibungen von einigen psychischen Erkrankungen sowie deren sportspezifischen Ausprägungen zusammengestellt.

Wichtige Hinweise

Alle Krankheitsbilder, die in Deutschland als psychische Störung anerkannt sind, können z.B. in dem Klassifikationssystem der Weltgesundheitsorganisation für medizinische Diagnosen (ICD-10) nachgeschlagen werden. Die hier dargestellten Informationen sind vereinfacht dargestellt. Sie dienen nicht der Selbstdiagnose und ersetzen keinesfalls eine medizinische oder psychologische Beratung! Verschiedene Psychische Störungen können auch gemeinsam auftreten (Komorbidität). Auch kann es vorkommen, dass psychische Symptome organischen Ursprungs sind oder durch Medikamente oder Substanzen verursacht werden. Dies sollte stets abgeklärt werden.